Nordlichter (Polarlicht)

Polarlichter in Norwegen

Viele Touristen reisen im Winter in die Gebiete nördlich des Polarkreises, um das Naturphänomen Nordlicht (Polarlicht) selbst zu erleben. Im Winter herrscht dort die Polarnacht. Zu dieser Jahreszeit sind Nordlichter am häufigsten zu beobachten. Ab Anfang des Nordpolarkreises scheint die Sonne im Winter nicht mehr. Weil aber die Landschaft vor lauter Schnee und Eis hell glänzt, ist es nie richtig dunkel. Wer einmal das Nordlicht gesehen hat, ist von diesem Phänomen meist überwältigt und fasziniert.


Nordlicht Radar

www.spaceweatherlive.com




Wo kann man Nordlichter sehen?

Nordpolarkreis

Südlich des Polarkreises ist das Nordlicht in Norwegen nur unter ganz besonderen Wetterverhältnissen zu beobachten und somit sehr selten.


Wann kann man Nordlichter sehen?

Polarnacht

(zwischen November und März)

Eine Garantie gibt es aber nicht, da dieses Naturerphänomen von bestimmten meteorologischen Verhältnissen abhängig ist.


Was sind Nordlichter?

Naturspektakel

Es ist ein unglaubliches Naturspektakel, eine einzigartige Farbpracht von violetten, roten, grünen, gelben und weißen Lichtern, die sich am dunklen Himmel präsentiert. Die Nordlichter erscheinen das ganze Jahr, doch am besten sieht man sie, wenn es dunkel ist. Dann erstrahlen sie in ihrem vollen Glanz und verzaubern jeden Betrachter.

Wie entstehen Nordlichter?

Sonnenwind

Das Polarlicht ist eine Leuchterscheinung, die beim Auftreffen geladener Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre an den Polen der Erde hervorgerufen wird. Nordlichter, dessen wissenschaftlicher Name „Aurora Borealis“ ist, sind meistens nördlich 60° nördlicher Breite und südlich 60° südlicher Breite zu beobachten und somit auch in Norwegen.

In Fachkreisen wird das Polarlicht als Aurora borealis bezeichnet. Es entsteht durch negativ geladene Sonnenteilchen, den Elektronen. Nur im Bereich der magnetischen Pole wird ein Teil der Elektronen vom magnetischen Erdfeld tiefer in die Atmosphäre gezogen, die in die Erdatmosphäre eindringen und dabei auf Moleküle stoßen. Je nach Molekül wird die Farbe bestimmt.
Stoßen die Elektronen auf Sauerstoffmoleküle in der Luft, dann entsteht grünes und rotes Licht. Stoßen sie hingegen auf Stickstoffmoleküle, so entsteht eine blaue und violette Färbung. Erst durch das Zusammenstoßen werden Energien frei und ein erhöhter Energiezustand entsteht. Aus den Atomen werden Elektronen herausgeschlagen. Da dieser Zustand nicht lange gehalten wird, sondern sich wieder zurück bildet, wird die Energie in Form von Licht wiedergegeben und zwar in entsprechender Färbung.


Mythen des Polarlichts

Es gibt die unterschiedlichsten Mythen und Legenden für die Polarlichter, so vermutete man in Lappland, dass das Nordlicht Funken sind, die aus dem Fell von Füchsen stammen. Diese Legende geht auf die finnische Bezeichnung „revontulet“ zurück, die mit „Fuchsfeuer“ zu übersetzen ist.
Anders hingegen ist die grönländische Legende. Ihr zufolge glaubte man, dass es sich um das Licht der Geister der Toten handelte, die sich die Zeit mit Sport vertrieben.
Ebenso realitätsfern ist die Erklärung der Südschweden. Diese glaubten, dass das Licht von den Samen erzeugt wurde, wenn sie durch die Berge rannten, um nach ihren Rentieren zu suchen.


Mitternachtssonne

Sie ist genau die Umkehrung des Polarlichts. Von der Mitternachtssonne spricht man, wenn die Sonne nicht hinter dem Horizont untergeht. Dies ist im Sommer der Fall, nördlich des Polarkreises wird es einige Monate lang nicht dunkel. Tag- und Nachtzeit gehen ineinander über.